Räucherzutaten

Räuchervase


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Räucherzutaten, ihre Eigenschaften und ihre Wirkungen

Kräuter, Wurzeln und Hölzer :


Adlerholz (Udholz):
Duft: aromatisch, dunkel, warm balsamisch, waldig, tief beruhigend und ausgleichend.
Besonders geeignet für Räucherungen am Abend, um die Seele tief zu entspannen.

Alant:
Duft: schwach weihrauchartig und veilchenähnlich, kampferartig
Traurigkeit, Melancholie, depressive Stimmung, Niedergeschlagenheit.
Beruhigende und harmonisierende Kraft.
Erzeugt eine Atmosphäre des Beschütztseins.
Hilft, negative Schwingungen in Räumen und in uns selbst zu vertreiben.

Beifuss: Mutter der Kräuter
Duft: warm krautig
Gibt Energie und stärkt die Lebenskraft.
Wirkt auch beruhigend und entspannend.
Unterstützt die Selbstheilungskräfte.
Kann helfen, an Wendepunkten des Lebens
neue Ressourcen zu entdecken.

Boldoblatt:
Herkunft: Chilenische Anden
Duft: frisch, würzig
Atemwegserkrankungen, nervöse Einschlafstörungen.
Beruhigend, innerlich reinigend und ausgleichend.

Diktam:
Duft: warm-kräuterig
Stärkung der Atemorgane und allgemeine Abwehrstärkung.
Beruhigend und ausgleichend bei Nervosität und Angst.
Stärkt feinstofflichen Schutzschild des Körpers.

Eisenkraut:
Hilft, innere Stärke (wieder) zu finden.
Stärkend und zentrierend. Bei grosser Erschöpfung.

Eukalyptusblatt:
Duft: medizinisch
Reinigt und energetisiert Raumluft. Gut für Atemübungen.
Zum Klären der Gedanken, für Schutzräucherungen.

Fichte:
Duft: kräftig, grün, waldig
War früher billiger Ersatz für den sehr teuren Weihrauch.
Hilft, die innere Ruhe zu finden. Keimtötend,kräftigend, stärkend, aufbauend.
Reinigung von Räumen, Schutz vor störenden Einflüssen.

Galgant:
Herkunft: Himalaya
Duft: Ingwerartig, pfefferig, wild
Kräftigend, anregend, stärkend bei Niedergeschlagenheit und Erschöpfung.

Heiliges Kraut (Yerba Santa):
Herkunft: Mexiko, Kalifornien
Duft: warm-würzig
Bronchitis, Heuschnupfen, Asthma, rheumatische Beschwerden und Lähmungen.
Schafft eine Atmosphäre der Heilung.
Seelische Verletzungen, Ängste.

Hopfendrüsen:
Duft: würzig - badrianähnlich
Beruhigend, schlaffördernd, heilend für die Nerven.
Hilft, sich mit den feinstofflichen Energien der Natur zu verbinden.

Iriswurzel:
Herkunft: Südeuropa
Reinigend und harmonisierend für die Aura.
Hilft, seelische Blockaden aufzulösen.

Kalmus:
Duft: kräftig, würzig, warm
Nerventonikum bei seelischen Erschöpfungszuständen.

Kamille:
Duft: balsamisch - kräuterig
Vermittelt Geborgenheit und Wärme.

Kardamom:
Herkunft: Java Ceylon, Indien
Warm angenehm-würzig, entkrampfend

Kiefer, Pinie, Fichte: Rinde oder Harz
Duft: balsamisch - warm
Wärmend und (Herz- und Lungen) stärkend.
Raumreinigend, klärend und beruhigend auf den Geist.

Koriander:
Duft: würzig, süss, warm
Kopfschmerzen, Erregung, Depression.
Beruhigend, entspannend und ausgleichend.

Lavendel:
Duft: zart, blumig
Belebend, klärend, reinigend, desinfizierend.
Hilft Gefühle zu besänftigen und Frieden zu stiften.
Kann auch gut alleine verräuchert werden.

Lorbeer:
Duft: balsamisch - würzig
Stärkt spirituelle Hellsichtigkeit

Majoran:
Duft: warm, würzig
Wirkt entspannend auf Zentralnervensystem.
Bei Nervosität und Stressbelastung.

Melisse:
Duft: sehr schwach, deshalb vor allem geeignet in Räuchermischungen.
Besonders geeignet in Schutzräucherungen gegen negative Einflüsse.

Myrte:
Duft: laubblattartig
Atmosphärische Reinigung, Gebet und Meditation.
Hilft alte, seelische Wunden heilen.

Nelke (Gewürznelke):
Herkunft: Asien
Duft: würzig-warm
Desinfizierend, hält Insekten fern. Vertreibt negative Gedanken und Gefühle.
Verstärkt und energetisiert Räuchermischungen.

Patchouli:
Herkunft: Indonesien, China, Madagaskar, Philippinen
Duft: intensiv, tief, krautig-herb, warm, schwer
Erdet, bringt uns auf den Boden. Der Patchouli - Rauch hält Motten fern.

Pfefferminze:
Reinigt und schärft unseren Geist.
Beruhigt die Nerven, klärt und energetisiert die Raumluft.

Rose:
Duft: blumig, süss
Herzöffnung, innerer Frieden.
Hilft, schmerzhafte Verletzungen auf Herzensebene loszulassen.
Stärkend für das Herzchakra.

Rosmarin:
Reinigt und wirkt stärkend auf unseren Geist.
Kann zusammen mit Salbei - und Wacholderzweigen zu einem
Räucherbündel* gebunden werden.

Safran:
Eine der edelsten und teuersten Räucherzutaten.
Nur wenige Fäden in Mischungen verwenden.
Wirkt harmonisierend auf unser Gemüt.
Bei Meditation und zur Sensibilisierung
der Wahrnehmung für die feinstoffliche Welt.

Salbei:
Duft: besonders aromatisch
Stark reinigend. Kann negative, störende Energiefelder auflösen.
Antiseptische Kraft, besonders auch geeignet für Krankenzimmer.

Sandelholz:
Herkunft: Indien, Venezuela, Jamaica, Haiti
Duft: Warm - süsser Holzduft
Keimtötend, spannungslösend, kühlend, beruhigend.
Vertiefend bei Meditationen.

Sternanis:
Herkunft: Mittelmeerraum, Westasien
Duft: süss, würzig, fruchtig
Beruhigt, stimmt heiter, wärmt.
Hilft Menschen, die viel Kopfarbeit leisten, besser zu entspannen.

Süssgras (Sweetgrass):
Herkunft: Nordamerika, Kanada
Duft: angenehm süsslich, heuartig-würzig, nach Vanille
Zieht positive Energien an. Wellness-Duft für die Seele. Für Traumräucherungen.
Schafft eine angenehme Atmosphäre, in der inneres Loslassen, Heiterkeit,
Leichtigkeit und Heilung geschehen.

Tannenharz - und Nadeln:
Duft: balsamisch - grün
Reinigt und verbessert die Luft.
Statt des Harzes können auch getrocknete Tannennadeln geräuchert werden.
Stärkt die Nerven, macht kräftig, mutig und psychisch widerstandsfähig.
Besonders gut geeignet für Krankenzimmer.

Thymian:
Duft: kräuterig und warm
Wirkt kräftigend und stärkend, innerlich wärmend und wach machend.
Hilft in Krisenzeiten, wenn Durchsetzungsvermögen gefragt ist.

Tonkabohne:
Herkunft: Afrika, Brasilien
Duft: süss, würzig
Stimmungsaufhellend, seelisch erwärmend und ausgleichend.

Vetiver:
Herkunft: Asien
Duft: erdig, süss, schwer, erotisch, holzig, moosartig
Für Besinnungszeremonien.
Hilft den Blick zu schärfen für das Wesentliche im Leben.

Wacholder:
Reinigt, desinfiziert, wärmt. Löst Verschleimung.
Stärkt die Lebensenergie. Besonders geeignet für die Rekonvaleszenz,
um Menschen und Räume mit neuer Lebensenergie aufzuladen.

Ysop:
Duft: kräuterig - warm
Stark klärend, segnend und reinigend.

Zeder:
Duft: balsamisch
Für die Reinigung der Atmosphäre in Räumen.
Unterstützt die Atmung und wirkt auswurffördernd.
Unterstützt Zuversicht und Selbstvertrauen.
Entspannend bei starker Nervosität und Stressbelastung.

Zimt:
Duft: warm, würzig, süss
Bei Verkrampfungen, Ängsten, Gefühl der Einsamkeit. Wärmend für die Seele.
In Räuchermischungen, um Räume zu segnen. Wirkt Antibakteriell.

Zypresse:
Duft: balsamisch-streng
Entkrampfung der Atemwege. Klärend, festigend, stärkend.
Kann helfen, alte Trauer und Verbitterung zu lösen.


*Räucherbündel:


Man bindet verschiedene getrocknete Kräuterzweige mit einem Baumwollfaden
oder mit Hanfschnur zusammen, hält das Bündel mit der Spitze über eine Kerzenflamme,
bis eine Flamme entsteht und bläst diese dann sanft aus.
Mit dem Rauch der weiterglimenden Zweige räuchert man den Raum aus,
indem man im Uhrzeigersinn den Wänden entlang geht.
Anschliessend gut lüften.


Harze:


Benzoe:
Herkunft: Sumatra, Siam
Duft: süss-balsamisch nach Vanille
Für sinnlich-erfreuliche Räuchermischungen. Entspannend und beruhigend.
Regt Inspiration und Phantasie an. Bei seelischen Verletzungen.
Vermittelt das Gefühl von innerem Frieden.

Copal (schwarz):
Herkunft: Mexiko, Indien, Afrika, Madagaskar
Duft: würzig, schwer, balsamisch, mystisch, erdig
Hilft, mit tiefen und dunklen Anteilen der Seele in Verbindung zu kommen.

Dammar:
Herkunft: Indien, Südostasien
Duft: zitronig, transparent. feinätherisch
Erhellend für das Gemüt.
Bei Traurigkeit, Schwermut und depressiver Stimmung.

Drachenblut:
Herkunft: Afrika, Asien, Australien
Duft: herb-würzig, etwas brenzlig
Für Schutzräucherungen. Kann sehr negative Energien neutralisieren.
Verstärkt die reinigende Wirkung von Weihrauch.
Am besten in Mischungen verwenden, da es als Einzelräucherung
einen zu starken, dunklen Rauch verursacht.

Elemi:
Herkunft: Philippinen
Duft: zitrusartig, waldig
Stimmungsaufhellend.
Klärend, reinigend, energetisierend. Regt die geistigen Fähigkeiten an.
Geeignet zur Begleitung von morgendlichen Meditationen und Yogaübungen.

Galbanum:
Herkunft: Iran
Duft: schwer, süss grün, balsamisch
Verspannungen, Angstzustände, Unruhe.
Krampflösend und beruhigend.

Guggul:
Herkunft: Indien
Duft: balsamisch süss und herb-harzig zugleich
Stärkungsmittel für die Atemwege und das Immunsystem.
Zur Luftverbesserung, besonders in Stadtwohnungen.
Schafft seelisches Wohlbefinden. Bei Stressbelastung und nervöser Schlaflosigkeit.
Für Abendräucherungen.

Labdanum:
Herkunft: Kreta/Spanien/Frankreich/Marokko
Duft: sehr komplex! Balsamisch, holzig, erdig, rauchig, blumig, minzig, moosig etc.
Erdet bei zuviel Kopfarbeit. Stärkt das Körperbewusstsein.
Dringt tief ins Unterbewusstsein, weckt Bilder, Erinnerungen und Gefühle.

Mastix:
Herkunft: Griechenland, Nordafrika
Duft: fein balsamisch, zitronig frisch
Bei Ermüdungserscheinungen. Reinigt, klärt, macht innerlich wach.
Geeignet für Meditationen.

Myrrhe:
Herkunft: Somalia
Duft: warm, balsamisch, erdig, würzig
Stark reinigend. Gibt Kraft, beruhigt und erdet.
Bringt geistige, seelische und materielle Welt in Harmonie miteinander.
Reinigung von Krankenzimmern.

Opoponax:
Herkunft: Mittelmeerraum/Naher Osten
Duft: aromatisch, süss, balsamisch
Verstärkt die Sinne und Wahrnehmungsfähigkeit.
Für Schutzräucherungen gegen negative Einflüsse.

Perubalsam:
Herkunft: Mexiko, Peru, Süd - und Mittelamerika
Duft: vanillieartig, warm, lang anhaltend
Unterstützend für Traumarbeit und Phantasie.

Sandarak:
Herkunft: Marokko, Algerien, Tunesien, Malta, Australien
Atemwegserkrankungen, Schnupfen, Nervenstärkung, Schlafstörungen.
Beruhigend, entspannend, entkrampfend.
Für Abendräucherungen.

Tolubalsam:
Herkunft: Südamerika
Duft: nach Vanille, Zimt und frischgemähtem Gras
Heilend und tröstend bei seelischen Verletzungen und Zerrissenheit.
Beruhigend, entspannend, harmonisierend.
Für Abendräucherungen.

Weihrauch:
Herkunft: Ägypten, Arabien
Duft: würzig, zitrusartig, balsamisch - lichter Duft
Keimtötend und desinfizierend. Insekten abwehrend.
Reinigung von Räumen sowohl auf materieller, als auch auf feinstofflicher Ebene.
Gelenkschmerzen, Rheuma, Entzündungen.
Zum reinigen und aufladen von Heilsteinen und anderen Gegenständen.
Meditation, Gebet.

So wird’s gemacht:


Räuchern mit Räucherwerk auf Räucherkohle:

Entzünden Sie die Kohletablette über einer Flamme und lassen Sie sie ganz durchbrennen.
Legen Sie die Kohle in eine mit Sand gefüllte Schale.
Fächern Sie mit einer Feder oder einem Fächer so lange, bis die Kohle an einer oder mehreren Stellen zu glühen beginnt.
Erst dann legen Sie das Räucherwerk auf die Kohle.
Gehen Sie nun damit durch Ihre Wohnung.
Verweilen Sie kurz in der Mitte in jedem Raum und schicken Sie den Rauch (z.B. mit einer Feder) in jede Ecke, begleitet von guten Gedanken oder einem Gebet.
Atmen Sie den Duft ein, beobachten Sie den Rauch.
Kommen Sie zur Ruhe und zu sich selbst und lassen Sie Ärger, Sorgen und Ängste mit dem Rauch entschweben.


Räuchern mit Räucherwerk auf dem Räucherrechaud:

Legen Sie eine Prise der Räuchermischung auf das Räucherrechaud,
entweder direkt auf das Gitter oder auf ein Stück Alu-Folie
(das Zweite ist besonders empfehlenswert bei Mischungen, welche Harze enthalten).
Falls Sie kein Räucherrechaud haben, können Sie ein (nicht ver -zinktes) Metallgitter auf ein Duftlämpchen legen.
Stellen Sie die Rechaudkerze anfangs nicht direkt unter das Räucherwerk. So kann sich der Duft langsam entfalten.
Die Methode mit der Alu-Folie eignet sich besonders gut, um einen Raum zu beduften und für Meditationen.


Räuchern mit dem Räucherbündel:

Halten Sie das Räucherbündel zum entzünden über eine Flamme.
Blasen Sie die brennenden Zweige aus, so dass diese nur noch glimmen.
Gehen Sie nun damit durch Ihre Wohnung.
Verweilen Sie kurz in der Mitte in jedem Raum und schicken Sie den Rauch (z.B. mit einer Feder) in jede Ecke,
begleitet von guten Gedanken oder einem Gebet.
Um das Räucherbündel auszulöschen, stecken Sie es in eine mit Sand gefüllte Schale.
Atmen Sie den Duft ein, beobachten Sie den Rauch.
Kommen Sie zur Ruhe und zu sich selbst und lassen Sie Ärger, Sorgen und Ängste mit dem Rauch entschweben.


Nach dem Räuchern gut lüften!:

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